Mein Amseltagebuch

Mein Amseltagebuch

Seit ich meinen Garten habe, haben Amseln besondere Aufmerksamkeit in meinem Leben gewonnen. Diese Vögelchen bringen mich immer wieder zum staunen und ich empfinde eine besondere Liebe zu ihnen. Ihre Art zu Leben, was sie leisten und vor allem ihr wunderschöner Gesang ist für mich sehr bewundernswert. Natürlich gilt mein Respekt und die Liebe auch den anderen Tieren aber Amseln fühle ich mich besonders tief verbunden. Seit 2012 habe ich ein Amselpärchen in meinem Garten, was jedes Jahr aufs neue wiederkommt. Meine Vögelchen bekommen das ganze Jahr über Leckereien und wissen das sehr zu schätzen. Mein Amselpärchen, was ich liebevoll Mamsi und Papsi nenne, hört auf ihre Namen. Jeden Tag freuen wir uns aneinander. Somit konnte ich viel über diese Vogelart lernen, weil ich sie hautnah beobachten kann.

 

Als ich dann ein ca. 2 Wochen altes Amselkind zum großziehen bekam, war die Aufregung groß. Es miterleben zu dürfen wie schnell sich so ein faszinierendes Wesen entwickelt, ist für mich eine wundervolle Erfahrung mehr die ich machen durfte.

Mein Amselkind 4 Wochen alt

Durch mein Amselpärchen und die anderen Vögel in meinem Garten, konnte mein Amselkind sehr schnell und sehr viel lernen. Auch das abnabeln von mir als Bezugsperson klappte auf diesem Weg sehr gut. In einem Vogelkäfig durfte Baby tagsüber im Garten auf der Wiese alles lernen. Einiges konnte ich mit den untenstehenden Aufnahmen festhalten.

 

Die Freude, jeden Entwicklungsschritt diesen kleinen Wesens miterleben zu dürfen war groß. Den Auswilderungsort meines Amselkindes, habe ich mir gut überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Überlebenschancen für Baby wahrscheinlich höher sind, wenn ich es in die Wildtierstation dazu bringe.

Da um meinen Garten herum einige Katzen sind und es eine Katze ganz besonders auf Vögelchen abgesehen hat, wollte ich mein Amselkind dieser Gefahr nicht aussetzen. Diese Gewissheit, dass mein Amselkind nicht in meinem Garten ausgewildert wird, machte mich sehr traurig aber ich wußte das es zu gefährlich ist. Auch der Nachbarshund hat letztes Jahr ein Amselbaby gekillt und dies mitanhören zu müssen, ist grausam. Durch die Auswilderung in der Wildtierstation, hat Baby die Möglichkeit mit mehreren Wildvögeln scheuer gegenüber Menschen, Katzen und Hunden zu werden.

 

Das verringert die Gefahr und erhöht die Lebenschancen. Diese Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht und war auch sehr traurig als mein Baby nicht mehr da war. Ein wundervoller Moment war aber der, als ich mein Amselkind zu den anderen Wildvögeln in der Wildtierhilfe in Volkertshausen setzen durfte. Der Gedanke daran, dass es bald in die Freiheit fliegen darf, ist für mich der emotionalste und schönste. Diese tollen Tiere fliegen und Leben zu sehen, ist für mich jeden Tag eine große Freude. Wenn ich sehe wieviel so ein Vogel am Tag fliegt und wie sehr er das braucht, macht mich der Gedanke daran, dass so ein Tier in einem Käfig oder Voliere sein Leben frissten muss unendlich traurig. Ich wünsche meinem Amselkind ein langes Leben in Freiheit.

 

Auf diesem Weg, möchte ich der Wildtierhilfe in Volkertshausen von Herzen für ihr Engagement und ihre Hilfe danken. Sie leisten wundervolle Arbeit und sind mit vollem Einsatz und Herzblut dabei. Pro Tag bekommen sie derzeit 16-20 neue Pfleglinge und was das an Arbeit und Zeit bedeutet kann man sich vorstellen.

 

Dort sind Helfer und Spenden immer sehr willkommen. Das ist die offizielle Website: www.wildtierhilfe.org

Mein Amselkind am ersten Tag bei mir

 

Mein Amselkind am dritten Tag ..........

Mein Amselkind nach einer Woche.........

Mein Amselkind lernt trinken und Baden

Mein Amselkind lernt Wasser kennen

Mein Amselkind nach dem Baden müde

Mein Amselkind lernt Nahrung suchen

Jetzt geht's Futter suchen schon besser

Mein Amselkind lernt von meinen Gartenamseln

Mein Amselkind nach 4 Wochen bei mir (ca. 6 Wochen alt)

Mein Amselkind beim erkunden